Shibori

Tea-Towels in Shiboritechnik

Abtrockentücher sind oft keine Hingucker. Dies wird sich bei mir nun ändern. Ein Bio-Baumsoll/Leinengemisch schnitt ich auf die gewünschte Grösse zu, faltete, band ab, nähte, umwickelte…und färbte. Wie immer ist das Öffnen des Stoffes nach der Einwirkzeit der spannenste Moment – und immer wieder werde ich überrascht. Nun nur noch abnähen und einen Henkel anbringen – fertig ist das Unikat. Danach trocknen die Holzutensilien an der Sonne und warten auf ihren nächsten Einsatz.
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Weitere Experimente mit Shibori

Heute probierte ich neue Holzformen wie auch andere Materialien bei der Färbetechnik Shibori aus. Vor allem die Runde Form hat es mir angetan. Nach dem Entfernen des Holzes auf dem Stoff, legte ich die Form auf die lauwarme Heizung zum Trocken. Da die Ringe unterschiedlich lange in der Farbe verweilten, zeigt jeder Holzring eine andere Farbe und Struktur auf – ein schönes Bild. Ich werde für jedes Tuch neue Holzringe verwenden, sie nach Gebrauch trocknen und sammeln, mal sehen was daraus wird. Hier einige Bilder des heutigen Tages.

Shibori – erste Versuche

Ich bin des öfteren in Japan und immer wieder bin ich  Stoffen, Handtüchern, Taschen oder Foulards begegnet, welche mit der alten Färbetechnik – Shibori – gestaltet wurden. Shibori bedeutet falten, schnüren, abdecken….und dies immer mit einem ungewissen Ergebnis. Dies ist jedoch genau das Schöne an dieser alten Technik. Jedes Stück Stoff ist ein Unikat. Und beim Auswickeln fühlt es sich fast wie Weihnachten an – man kann es kaum erwarten das fertige Objekt zu sehen. Heute habe ich mich zum ersten mal an diese Technik gewagt. Das Experimentieren mit verschiedenen Stoffqualitäten sowie das Ausprobieren von unterschiedlichen Binde- und Faltarten stand im Vordergrund. Es war weniger wichtiger  ein „schönes“ Resultat zu erhalten, als so viel wie möglich zu testen. Viel brauchte ich nicht – Farbe, Salz, einen Stoff aus Naturfasern, Schnur, Holzstücke und ganz wichtig Handschuhe. Und dann konnte es auch schon losgehen. Das Stoff sein Muster durch Anbringen von Holzstücken erhält ist für mich sehr spannend und bei ein/zwei Stoffen sah man vor lauter Holz fast kein Stoff mehr. Doch auch bei Shibori ist weniger mehr – durch zuviel abdecken erhält man fast nur weisse stellen, was ja nicht der Sinn des Färbens ist. Doch die meisten Stoffe – egal ob Baumwolle oder Seide – weisen ein spannendes Muster auf. Hier erste Bilder des heutigen Tages. Das Experimentieren und verarbeiten geht die nächsten Tage und Wochen weiter. Einfach mal wieder hinein schauen und sehen was sich in Sachen Shibori getan hat und ob sich aus den Stoffen was machen lässt.

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